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Fachinformationsdienste (GIS)

Die Arbeitsgruppe GIS untersucht, wie mobile Geodatenverarbeitung, Geodateninfrastrukturen Location Based Services und Positionsbestimmungstechniken in einem mobilen Assistenzsystem eingesetzt werden können. Im Verbundprojekt MAXIMA geht es um Tätigkeiten im Bereich der Instandhaltung, während im Verbundprojekt MARIKA die Arbeit von Pflegedienstmitarbeitern betrachtet wird.

Das jeweils verwendete mobile Gerät muss für eine geeignete Unterstützung seine eigene Position bestimmen können. Neben satellitengestützten Verfahren (z.B. GPS), können hierfür auch andere Funksysteme wie z.B. WLAN, Bluetooth oder RFID verwendet werden. Nicht benötigte oder am aktuellen Standort nicht funktionierende Systeme sollen automatisch deaktiviert und stattdessen für diesen Ort besser geeignete oder sowieso aktive Geräte verwendet werden.

Sobald die eigene Position bekannt ist, kann sie dazu verwendet werden nähere Informationen über die Umgebung zu erhalten. So kann z.B. automatisch erkannt werden, welcher Patient von einer Pflegekraft besucht wird, um die durchgeführten Pflegetätigkeiten automatisch zuordnen zu können. Auch andere Informationen, die neben der eigentlichen Arbeitsdokumentation erfasst werden müssen (z.B. für ein automatisiertes Fahrtenbuch), können so zumindest teilweise bestimmt werden, was eine große Zeitersparnis mit sich bringt.

Zusätzlich muss die Möglichkeit bestehen, räumliche Daten mobil zu betrachten, zu erfassen und zu bearbeiten. Zu diesem Zweck soll das Mobile Assistenzsystem um Fähigkeiten zur Geodatenverarbeitung erweitert werden. Die Daten sollen dabei in einer Geodateninfrastruktur gespeichert werden, mit der das mobile Gerät über Webservices nach Standards des OGC (WMS, WFS usw.) kommuniziert.

2004/2006

Das Instandhaltungsmanagement unterstützt sowohl die Planung und Verwaltung im Unternehmen als auch den Techniker im Einsatz vor Ort. Aktuelle fachspezifische Daten stehen jederzeit zur Verfügung. Die Anwendung und die Daten werden dynamisch orts- und auftragsspezifisch angepasst und ausgewählt. Bei Bedarf können die Daten zeitnah synchronisiert werden und stehen umgehend für die Weiterverarbeitung zur Verfügung.

Das Teilprojekt CKM-GIS beschäftigte sich diesbezüglich mit der Migration und Bereitstellung der Daten aus den Fachinformationssystemen. Hierbei spielt das Geo-Informationssystem (GIS) bzw. im Bereich von Energieversorgungsunternehmen (EVU) die Ausprägung als Netz-Informationssystem eine zentrale Rolle. Im Netz-Informationssystem ist der Anlagenbestand, zu dem die so genannten Betriebsmittel wie Leitungen, Transformatoren, Schaltkästen etc. gehören, graphisch in Form von Plänen und Karten dokumentiert. Im ERP-System (Enterprise Resource Planning) befinden sich die dazu gehörigen betrieblichen Sachdaten. Bei der Integration mit dem ERP-System zur Auftrags- und Betriebsmittelverwaltung, zur Haltung sowie zur Bereitstellung der Daten über offene Schnittstellen wurden GIS-Werkzeuge verwendet.

Damit die Software den mobilen Anwender entsprechend unterstützen kann, ist beim ortsbezogenen Einsatz des Instandhaltungsmanagements eine automatische Lokalisierung notwendig. Neben GPS-gestützten Verfahren (Global Positioning System), die gerade in bebauten Gebieten sowie in Gebäuden selbst Probleme bereiten, wurden andere Ansätze zur Positionsbestimmung verfolgt. Die Ergebnisse wurden dabei durch Tests und Anwendungen mit WLAN (Wireless Local Area Network) erzielt, welches sich speziell auch innerhalb von Gebäuden als Alternative anbietet.

2007/2008

Aufbauend auf den bisherigen Ergebnissen der Verarbeitung von raumbezogenen Daten im LFS sollen 2007 und 2008 im Wesentlichen zwei Richtungen verfolgt werden:

  • Zum einen sind dies der Aufbau und die Nutzung einer offenen und verteilten Geodateninfrastruktur, wodurch auf Geoinformationen an verschiedenen Stellen (Behörden, Ver- und Entsorgungsunternehmen, Wirtschaft) zugegriffen werden kann. Diese Entwicklungen lehnen sich an gegenwärtige Aktivitäten auf europäischer (INSPIRE), nationaler (GDI) und lokaler Ebene (GDI GeoMV) an. Interessant sind hierbei die neuen Standards des Open Geospatial Consortiums (OGC) zu Web Processing Services und Catalog Services.
  • Zum anderen soll die Entwicklung und Bereitstellung eines erweiterten mobilen GIS-Clients bearbeitet werden, der die offenen Standards, die Darstellung und vor allem die vollständige Vektordatenverarbeitung unterstützt. Dadurch soll die Datenpflege und -fortführung im mobilen Einsatz ermöglicht werden.