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Multiple User Interfaces (MUI)

Das Teilprojekt Multiple User Interfaces (MUI) hat sich das Ziel gestellt, adaptierbare, wieder verwendbare Nutzungsschnittstellen zu entwickeln. Hier ergeben sich große wissenschaftliche und technische Herausforderungen. Der Wunsch nach Methoden zur plattformunabhängigen Programmierung ist insbesondere durch die Vielzahl inzwischen erhältlicher mobiler Geräte stark angestiegen. Vor allem ist es wünschenswert, bei der aufwendigen Programmierung von Nutzerschnittstellen diese nicht für jede Plattform separat anfertigen zu müssen.

Aufgabenmodelle haben sich bewährt, um plattformunabhängig die Arbeit von Nutzern mit einem System zu spezifizieren. Aus bekannten Arbeitsabläufen lassen sich Modelle synthetisieren, die zur semiautomatischen Generierung von Benutzungsschnittstellen verwendet werden. Aktuelle Forschungsthemen sind unter anderem die Kombination verschiedener Modelle zu einer einheitlichen und konsistenten Nutzerschnittstellen-spezifikation, die Adaption an unterschiedliche Endgeräte und die Identifizierung, Formalisierung und Anwendung bewährter User Interface Design Patterns zur Entwicklungszeit. Bei letzterem geht es vor allem darum, Wissen über gutes Nutzungsschnittstellendesign zu beschreiben, weiterzugeben und anzuwenden. Es werden Werkzeuge entwickelt, die diese Prozesse unterstützen. Zusätzlich wird an Konzepten und der Umsetzung von Strategien zur Verteilung von Nutzungsschnittstellen gearbeitet. Dadurch soll der Nutzer künftig von mehreren Geräten parallel unterstützt werden können.

Im Rahmen von MAIKE sollen die Besonderheiten im Verhalten eines Teams von Nutzern in "Smart Environments" betrachtet werden. Herausforderungen sind hier unter anderem die Vielzahl von Geräten in solchen Umgebungen, hohe Anforderungen an Usability und der Wunsch nach multimodaler Interaktion. Die Kombination von expliziter Interaktion durch Sprache bzw. graphische Nutzungsschnittstellen und impliziter Interaktion durch Intentionserkennung mittels Sensorik erfordert neue Ideen und Konzepte.

Im Rahmen von MAXIMA sollen die Besonderheiten im Nutzerverhalten einzelner mobiler Nutzer im Instandhaltungsmanagement betrachtet werden. Die Rechnerbedienung ist hier nicht die primäre Aufgabe des Nutzers und oftmals durch das Tragen von Schutzkleidung nur eingeschränkt möglich. Vielmehr soll die Computertechnik diesen unauffällig und "intelligent" bei seinen Aufgaben unterstützen.

2004/2006

Der Wunsch nach Methoden zur plattformunabhängigen Programmierung ist insbesondere durch die Vielzahl inzwischen erhältlicher mobiler Geräte stark angestiegen. Vor allem ist es wünschenswert, bei der aufwendigen Programmierung von Nutzerschnittstellen diese nicht für jede Plattform separat anfertigen zu müssen.

Das Teilprojekt Multiple User Interfaces (MUI) hat sich darum das Ziel gestellt, adaptierbare, wieder verwendbare Nutzungsschnittstellen für unterschiedliche mobile Geräte zu entwickeln. Daneben standen die Schaffung von Software für verschiedene Anwendungsfälle und die Bereitstellung von aufgabenorientierten Nutzungsschnittstellen im Fokus. Ebenso wurden Grundlagen zur Entwicklung von Nutzungsschnittstellen geschaffen, um zukünftig die Entwicklung adaptierbarer Nutzungsschnittstellen für verschiedene Zielplattformen und Nutzer zu vereinfachen. Dies schließt sowohl die Anwendung modellbasierter Entwicklungsmethoden in der Praxis als auch die Entwicklung von Softwarekomponenten und Werkzeugen zur Unterstützung dieses Prozesses ein.

Ein weiterer Schwerpunkt des Teilprojektes MUI war die Integration verschiedener Interaktionstechniken in eine multimodale Nutzungsschnittstelle. Dazu zählen die Ein- und Ausgabe von gesprochenem Text und die Anwendung geeigneter Visualisierungstechniken, wobei die Integration der Modellierung dieser beiden Interaktionsmodi in einem ganzheitlichen Entwicklungsprozess zu sehen ist.

Eine Nutzerschnittstelle für mehrere Geräte
Abbildung 1: Eine Nutzerschnittstelle für mehrere Geräte
Grafische Bearbeitung eines Dialoggraphen in Eclipse
Abbildung 2: Grafische Bearbeitung eines Dialoggraphen in Eclipse

2007/2008

Die für die Jahr 2007 und 2008 gestellten Aufgaben bestehen u.a. darin, die Konzepte zur modellbasierten Entwicklung mobiler Nutzungsschnittstellen weiterzuentwickeln, um in Zukunft sowohl eine Reduzierung des Entwicklungsaufwandes als auch eine höhere Qualität der Nutzungsschnittstellen zu erreichen. Dies soll durch eine noch stärkere Fokussierung auf den Nutzer und die Einbeziehung aller anderen Teilprojekte in diesen "User-centered Design"-Ansatz geschehen. Durch die Konzeption und Umsetzung einer Modellverteilungsstrategie soll der Nutzer künftig von mehreren Geräten parallel unterstützt werden können.